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Jürgen Krüger war Jugenddiakon der Evangelischen Kirche in Fürstenwalde und ab 1988 in Berlin-Mitte.
Am 15. Februar 1989 beantragte Jürgen Krüger beim Ministerium des Innern die offizielle Zulassung der von ihm mitgegründeten Vereinigung zur Beobachtung und Förderung des KSZE-Prozesses in der Deutschen Demokratischen Republik. Dieser bis dahin beispiellose Vorgang alarmierte die Staatssicherheit, die in der Folgezeit u.a. mittels Zersetzungsmaßnahmen dafür sorgte, dass sich die kurz "Helsinki-Gruppe" genannte Vereinigung mehr mit internen Problemen befasste und ohne Öffentlichkeitswirkung blieb.
Der Antrag wurde auf Anweisung von Honecker abgelehnt.
Die später von Medien in Ost und West und sogar von Schulbüchern kolportierte Angabe, das Neue Forum sei die erste Oppositionsgruppe gewesen, die ihre offizielle Zulassung beantragte, ist falsch: Der Antrag des Neuen Forums erfolgte erst im September 1989, also ca. 7 Monate später.
Details zum Antrag der "Helsinki-Gruppe" finden sich in der Information 79/89 der ZAIG ? des MfS, die wegen ihrer Brisanz damals nur Honecker, Mielke und Mittig zu Gesicht bekamen.
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