MPi 940

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Die Maschinenpistole MPi 940 (MP 940, oder Wieger 940) war eine modernisierte und entscheidend modifizierte Version der Kalaschnikow-Maschinenpistole AK 74 ?. Die entscheidende Neuerung bestand im vorgesehenen Kaliber, das (statt Kalaschnikow-typischen 7,62 mm) 5,56 x 45 mm gemäß NATO-Standard betragen sollte.

Der Gedanke hinter der Entwicklung war, die "sprichwörtliche" Zuverlässigkeit der Kalaschnikow-Waffen auch solchen ausländischen Armee- und Polizeikräften zugänglich zu machen, die normalerweise NATO-Munition verwendeten. Vorausgesetzt man hätte einige potenzielle Großabnehmer zum "Umstieg" auf die 940 bewegen können, wären Produktion und Vertrieb der Waffe wohl tatsächlich zum "größten Waffengeschäft aller Zeiten" geworden (Zitat Telegraph 3/91) - denn von der Kalaschnikow wurden inklusive Lizenzfabrikaten um die 100 Millionen Stück gefertigt.

Hinter der Entwicklung und Produktionsvorbereitung der 940 stand der Bereich Kommerzielle Koordinierung in Person des Leiters der dortigen Abteilung Handelspolitik, Uhlig, sowie des Chefs der angeschlossenen IMES GmbH, Wiechert. Begleitet und gesichert wurde die streng geheime Entwicklung durch die Abteilung BcD ? im Ministerium für Staatssicherheit, laut Telegraph unter der Verantwortung von Oberst Bernd Dreßler. Als erste Produktionsstätte war die Waffenfabrik in Wiesa vorgesehen.

Dieser potenzielle Verkaufsschlager hätte dem Bereich Kommerzielle Koordinierung viele Milliarden in Devisen einbringen können: 1989 existierten bereits Verträge mit verschiedenen Ländern über die Lieferung von mehreren Millionen Stück. Peru wollte seine Polizei mit der 940 ausrüsten, und Indien hatte eine Bestellung über 10 Millionen Exemplare vormerken lassen.

Durch die Wende 1989/90 wurde dieses gigantische Waffengeschäft verhindert. Die BRD als Rechtsnachfolgerin der DDR musste Konventionalstrafen an die Länder zahlen, deren Bestellungen storniert wurden.







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